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Im Dohren

Hier stehen wir nun vor dem ehemaligen evangelischen Pfarr- und Schulhaus, welches heute den ev. Kindergarten beherbergt. Ferner ist die Wohnung der ev. Küsterin und weitere Wohnungen darin.

Dieses im echten bergischen Baustil errichtete Fachwerkhaus hat schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Der Bauplatz für dieses Anwesen wurde am 17. Dezember 1769 von den Eignern des Rittersitzes Düssel für 290 vollwichtig und geränderter holländische Dukaten in einem Knebelvertrag verkauft. Die Bedingungen waren erdrückend und der Kaufpreis überhöht. Man wollte nicht, dass die„toten Hans“ der Kirche zuviel Grund und Boden dem lebendigen Verkehr entziehe.

Anno 1779 Prozesskosten 641 Reichstaler und 5 Stüber. 128 Pfund Forellen aus dem Düsselbach für den Brandenburger Chorherren und weitere Bestechungsgelder. Prozeßende 11. Januar 1781.

Im gleichen Jahr wurde von der evangelischen Gemeinde unter hohen Kostenaufwand dieses Doppelhaus errichtet, worin der Pfarrer und der Lehrer eine Wohnung fand, aber auch eine Schule untergebracht wurde. Während der Bauzeit wurde der Schulmeister und auch die Schule im „rothen Haus“ untergebracht. Anno 1811 wurde das Schulzimmer auf Kosten des damaligen Besitzers Bredt etwas vergrößert, der Übergang der Schule auf die bürgerliche Gemeinde Wülfrath erfolgte ein Jahr später.

1853 wurde das Schulzimmer erneut vergrößert, 1864 wurde die Schule zwei-klassig und das Wohnzimmer des Lehrers wurde zum Klassenzimmer. In diesem Klassenzimmer fanden 40 Kinder Platz, weil die Kinderbänke auf 15 cm breite Sitzbretter und 25 cm Schreibpulte verkleinert wurden. Im Jahre 1875 wurde eine neue ev. Schule gebaut.