Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu. Mehr unter Datenschutz

Katholische Kirche

Katholische Kirche

Diese Dorfkirche ist das älteste Gebäude in Düssel und dem heiligen Maximinus geweiht, der im 4. Jahrhundert Bischof von Trier war.

Es kann auch als der älteste steinerne Zeuge der kampfbewegten Vergangenheit bezeichnet werden. Sie dürfte auch eines der ältesten Kirchen des bergischen Landes sein. Diese Kirche wurde anno 1050 von adeligen Damen des sogenannten Querikusstiftes der Benediktinerinnen in Düsseldorf-Gerresheim erbaut. Die Anfänge der katholischen Gemeinde Düssel dürfte aber noch weiter zurück liegen und gilt somit als eine der ältesten Kirchengemeinden des bergischen Landes.

Nach dem Bericht einer alten Sage soll sie sogar bis in die Missionszeit des hl. Suitbertus zurück reichen. Sie berichtet nämlich von einer Kapelle im Düsseltal unweit Apraths, die von einem Einsiedler, der sich ehemals in Italien aufhielt, hier erbaut worden sein. Später soll die Kapelle von kriegerischen Franken zerstört worden sein, an deren Stelle, wie eben gesagt, diese Kirche errichtet wurde.

Natürlich muss man sich die späteren Anbauten wie Turm, Querschiff, Chor und Sakristei wegdenken. Jedenfalls weist das Mittelschiff der Kirche aber fast ein Alter von 950 Jahren auf. Seine kleinen, schlichten Fenster lassen auf ein greisenhaftes Alter schließen. Das Kirchlein wurde im romanischen Stil erbaut. Die Kirche hat im Laufe der Zeit eine wechselvolle Geschichte erlebt. So ging es von den Benediktinerinnen später auf Kaiserswerth, dann auf die Abtei Werden, dann auf St. Gerion in Köln und schließlich auf den Landesherrn von Jülich, Cleve und Berg über. Scheinbar haben damals die Benediktinerinnen ihren Missionsweg von Trier aus über das Mosel- und Rheintal und sich dann später in Düssel niedergelassen, um hier ihre Missionsarbeit auszuüben. Und so dürfte sich auch die Wahl des hl. Maximinus zum Schutzpatron des Kirchleins aus der guten Beziehung der Benediktinerinnen zur Bischofstadt Trier erklären. Seine schöne, holzgeschnitzte Statue aus dem 15.Jh. Ziert noch heute den Innenraum dieses Gotteshauses. Häufig mag sich wohl bei den Prozessionen mitgeführt worden sein, bis schließlich der damalige Herzog das Herumtragen der Bilder für das bergische Land verbot.

Während der Beschießung am Himmelfahrtstage 1570 hielten sich die Düsseler in ihrer Kirche auf. Weil diese aus Bruchsteinen erbaut worden war, hielt sie der Beschießung durch die Franzosen stand. Alle Fachwerkhäuser in Düssel fielen dem Brand zum Opfer. Im Jahre 1644 wurde die Kirche durch niederländische Truppen den Reformierten übergeben, die es aber 1647 wieder an die Katholiken zurückgeben mussten. Der Turm wurde anno 1863 durch einen Neubau ersetzt. Kurz vor dem 1. Weltkrieg wurde sein Obergeschoß mit Zement verputzt. Querschiff und Chor, sowie die seitlichen Anbauten stammen aus dem 19. Jh. und sind unter Pfr. Herkenrath entstanden. Die damalige Sakristei wurde 1910 durch einen Neubau ersetzt.