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Jahreshauptversammlung vom 4.11.2021

Bilder: Klaus Koslick

Text: Reinhart Hassel

Nach zweijähriger coronabedingter Unterbrechung erfolgte am 4.11.2021 die Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Wülfrath-Düssel im Restaurant Hevra in Dornap.

Traditionsgemäß wurde die Versammlung durch eine Einladung zu einem Imbiss, diesmal statt Würstchen mit Kartoffelsalat mit einer hervorragenden Gulaschsuppe eröffnet.

Als Ehrengäste hatten sich der Erste Beigeordnete und Kämmerer der Stadt Wülfrath, Paul-Georg Fritz, sowie Monsignore Herbert Ullmann eingefunden. Beide nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen und sprachen auch einige Probleme in Wülfrath an.

Paul-Georg Fritz stellte sich als „Neuling“ in der Stadtverwaltung kurz vor und ging auf die nach wie vor prekäre finanzielle Situation mit ca. 70 Mio. Euro Schulden ein und ermunterte die Mitglieder des Bürgervereins, sich bei Problemen, Sorgen und Nöten an die Stadt und auch an ihn persönlich zu wenden. In der anschließenden kurzen Diskussion wurden insbesondere die gesperrten Wege im Düsseler Wald und um den Steinbruch Schlupkothen angesprochen. Eberhard Tiso, ehemaliger Vorsitzender des BV Düssel: „Wenn dort gesperrt ist, liegt eine Gefahrensituation vor, und die muss beseitigt werden.“ Paul-Georg Fritz sagte zu, sich hierum zu kümmern.

Auch Monsignore Herbert Ullmann nutzte die Gelegenheit, seinen bisherigen Werdegang kurz zu schildern und konnte mit einer Überraschung aufwarten:“ Wir werden die fehlende Linde am Passionskreuz in wenigen Monaten ersetzen.“ Und: „Die katholische Kirchengemeinde übernimmt dafür die Kosten. Das sind wir den Düsselern nach dem langen Hin- und Her schuldig.“ Das stieß auf einhellige Zustimmung.

Michael Becker bat den Vorsitzenden, sich bei dieser Gelegenheit auch um die am Passionskreuz stehenden Bänke zu kümmern. Thomas Kaulfuss, Vorsitzender des BV Düssel sagte dies zu und ergänzte: „Wir haben einen Sponsor gefunden, der dort Liegebänke aufstellen will.“ Thomas Kaulfuss bat Monsignore Ullmann, im Kirchenvorstand für diese Idee zu werben und dem BV Düssel zu ermöglichen, diese Bänke dort aufzustellen. Monsignore Ullmann sagte dies gerne zu.

Im darauffolgenden Geschäftsbericht ließ Stefan Schneider, Geschäftsführer des BV Düssel, nach dem obligatorischen Totengedenken die vergangenen beiden Jahre noch einmal Revue passieren.

Monika Schnitzler, Kassenführerin des BV Düssel, trug anschließend den zusammenfassenden Kassenbericht für 2019 und 2020 vor. Dieser schließt mit einem leichten Minus ab. Interessant sind auch ein paar statistische Daten: der BV Düssel hatte 2020 235 Mitglieder, am Tag der JHV waren es 225, davon 113 männlich und 112 weiblich. Das Durchschnittsalter beträgt rund 67 Jahre. Die Rechnungsprüfer erstatteten ihren Bericht, der Vorstand wurde anschließend durch die Versammlung entlastet.

Da turnusmäßig Neuwahlen anstanden, trat der Vorstand zurück und schlug Reinhart Hassel als Wahlleiter vor. Hassel übernahm dieses Amt und ließ über die Neuwahl des Vorstandes abstimmen. Ergebnis: der alte Vorstand ist auch der neue Vorstand und wurde bei eigener Enthaltung einstimmig gewählt.

Es schloss sich die Wahl der Beisitzer an, zur Wahl stellten sich Udo Switalski, auch schon bisheriger Beisitzer, und Reinhart Hassel. Beide wurden ebenfalls einstimmig gewählt.

In der anschließenden Diskussion wurde es dann recht munter. Es ging vor allem um das Thema der Vergreisung des BV und dass viel zu wenig junge Menschen Mitglied im BV Düssel sind oder werden wollen. Dass das an vielen Ursachen liegt, war aus den Wortbeiträgen zu entnehmen: Angesprochene wollen nicht, junge Eltern sind häufig zeitlich nicht in der Lage, sich in einem BV zu engagieren, die Familiensituation hat sich gewandelt, der BV kümmere sich zu wenig um die Belange der Düsseler Bürgerinnen und Bürger. Die Forderung aus dem Publikum: „Wir müssen in die Briefkästen“.

Der Vorsitzende Thomas Kaulfuss nahm dies auf und sagte zu, das bisher Erreichte und das Gewünschte, aber auch die Schwierigkeiten in der Realisierung einzelner Projekte, „wo man regelrecht vor die Wand läuft“, noch stärker als bisher nach außen zu kommunizieren.

Die Versammlung schloss gegen 22:00 Uhr.

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